Perfekte Kastenfenster mit dem richtigen Werkzeug

Seit wenigen Monaten ist die neue Produktion von Schaden Fenstersanierung in Betrieb. Neben einer hochwertigen Maschinenausstattung legt Geschäftsführer Christoph Schaden besonders Wert auf eine tadellose Werkzeugqualität. Fündig wurde er bei Leitz, Riedau.

Schaden Fenstersanierung aus dem steirischen Jagerberg hat sich vor allem auf die Restauration von historischen Kastenfenstern spezialisiert. „Die Anfragen, zu den sanierten Fenstern auch passende neue zu machen, ist beständig gestiegen. Darum haben wir uns 2019 entschieden, in eine neue Produktionshalle samt allen Maschinen zu investieren“, erklärt Geschäftsführer Christoph Schaden. Bei der Planung und Bauabwicklung setzte er auf das Können von Michael Eckhart, Geschäftsführer Solarwood aus Wien. Eckhart begleitete das Projekt bei Schaden von der Planung inklusive der technischen Ausstattung über den Bau bis hin zur Inbetriebnahme. Die Massivholzbearbeitungsmaschinen kommen aus der Weinig-Gruppe. Diese sind durchgängig mit Werkzeugen des Spezialisten Leitz bestückt.

„Die komplexen Vorgaben seitens der Schaden Fenstersanierung waren ein enormer Ansporn für unsere Fensterbauexperten im Konstruktionsbüro“, erinnert sich Gerhard Groß, technischer Verkauf bei Leitz, und führt weiter aus: „Ein Kastenfenster besteht aus bis zu 70 Teilen: dem kompletten Rahmen, der Innen- und Außenebene und dem Zwischenkasten, in variablen Holzstärken und mit variablen Falzmaßen und profiliertem Kämpfer-/Setzholz – um nur einige zu nennen. Das alles muss durch eine effiziente Werkzeugplanung abgedeckt sein. Hinzu kommt die komplette Flügelfertigung. Hier setzt Schaden beim Flügel auf unsere bewährte Leitz-Plugtec-Eckverbindung.“

Bei Plugtec handelt es sich um eine spezielle Zapfenverbindung, welche an der Stirnseite nicht zu sehen ist. „Das ist für unsere hohe Qualität sehr wichtig. Zudem ist das Fenster in sich stabiler“, erklärt Schaden. „Durch die dübellose Fertigung auf CNC-Maschinen ist die Produktion effizient sowie kostengünstig und die Anwendung flexibel“, ergänzt Groß. Die Plugtec-Verbindung war – neben der guten Werkzeugqualität – einer der Gründe, warum sich Schaden für Leitz entschieden hat. Ein weiterer Pluspunkt ist das Climatrend Style (CTS)-System von Leitz. Mit diesem geprüften System lassen sich Holz- und Holz-Alu-Fenster fertigen.

Spezielles Werkzeug für bestmögliche Oberflächenqualität
Beim Fräsen der Profile sind die Profilcut Q-Werkzeuge im Einsatz, die in der Querbearbeitung über die spezielle Riffeltechnik Riptec von Leitz verfügen. Diese zerspant die Jahrringe, um den Schneiddruck und die Ausrisse zu minimieren beziehungsweise auszuschließen. Gleichzeitig sorgt die Riffelung für eine größere Leimfläche und dadurch weniger Klebstoffaustritt.

Leitz lieferte an Schaden Profilwerkzeugsätze sowie diverse Oberfräser und Bohrer. „Außerdem haben unsere Fensterexperten über 200 Ablaufzeichnungen zu jedem Fräserprofil erstellt, die als Grundlage zur Programmierung der CNC-Anlage benötigt werden“, berichtet Groß. 75 Fensterschnitte, Belegungspläne des Werkzeugwechslers, Werkzeugzeichnungen und eine entsprechende Messerdokumentation runden die Leitz-Lieferung ab. Zudem ist der oberösterreichische Spezialist für den Service, sprich das Schärfen der Werkzeuge, zuständig. Die Inbetriebnahme sowie die mittlerweile einjährige Produktionszeit seien problemlos abgelaufen, sind sich Groß und Schaden einig.

 

(Fotos: Martina Nöstler, Holzkurier)

 

www.fenstersanierung.at

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Anwenderbericht Holzkurier 34/2021 - Perfekte Kastenfenster mit dem richtigen Werkzeug