Handwerk und Hightech im Einklang: Kubasch Fenster und Türen hat in wenigen Jahren einen Wandel vollzogen. Durch die gezielte Digitalisierung der Fertigung und die enge Zusammenarbeit mit dem Werkzeugspezialisten Leitz konnte das Unternehmen Produktivität, Prozesssicherheit und Wettbewerbsfähigkeit nachhaltig steigern.

 

Gegründet im Jahr 1986 in Mirow an der Mecklenburgischen Seenplatte als kleine Bautischlerei, hat sich Kubasch Fenster und Türen bis heute zum führenden Fenster- und Türenhersteller in Deutschland weiterentwickelt. Ob durchdachte Lösungen für den Objektbau, stilvolle Denkmalschutzfenster oder großformatige Hebeschiebe-Türen für die moderne Wohnarchitektur – Kubasch realisiert Bauprojekte, die gehobene Ansprüche an Design, Technik und Qualität erfüllen. Einen entscheidenden Wendepunkt markierte das Jahr 2021: Mit Alexander und Christian Kubasch trat die zweite Familiengeneration in die Geschäftsführung ein und übernahm die Verantwortung von Firmengründer Edwin Kubasch. Der Handwerksbetrieb, der über viele Jahre hinweg organisch gewachsen war, stieß zunehmend an seine Kapazitätsgrenzen: Die Strukturen wurden komplexer, die Übersichtlichkeit über Aufträge und Termine geriet ins Hintertreffen. So fassten die beiden Jungunternehmer eine richtungsweisende und zugleich ambitionierte Entscheidung: Sie wollten die Prozesse verschlanken, um das Unternehmen strategisch zukunftssicher aufzustellen. Der angestoßene Digitalisierungsprozess erwies sich als wichtiger Hebel – und führte innerhalb weniger Jahre zum deutlichen Leistungssprung in der Fertigung. Heute sind 30 Arbeitsplätze in der Produktion vollständig digitalisiert. Die Vorteile sind klar messbar: Transparenz über alle Aufträge hinweg,  verlässliche Preiskalkulationen, präzise Kapazitätsplanung, reduzierter Materialverbrauch, mehr Termintreue. „Zudem ist die Produktivität um rund 20 Prozent gestiegen“, erläutert Christian Kubasch. „Und unsere Mitarbeitenden profitieren von modernen Arbeitsbedingungen, optimierten Prozessen und einer gelebten Work-Life-Balance.“

DIGITALE PROZESSE STEIGERN EFFIZIENZ

Dank moderner Maschinentechnik hat Kubasch im Jahr 2025 auf einer Produktionsfläche von 7.000 Quadratmeter rund 6.000 Fenster sowie 500 Türen gefertigt. Ferner ist der Fachbetrieb auf knapp 70 Mitarbeitende – inklusive drei angehenden Tischlergesellen – angewachsen. Das Portfolio umfasst etwa 30 Holzfenster, darunter klassische 68er-Systeme, passivhaustaugliche Fenster sowie Denkmalschutz-, Kasten- und Schwingfenster. Die Kundenstruktur ist breit aufgestellt: Rund 60 Prozent des Umsatzes entfallen auf Wiederverkäufer wie Tischlereien und Bauelementehändler, etwa 30 Prozent auf das Objektgeschäft mit Hotels, Schlössern und anspruchsvollen Bauprojekten. Die verbleibenden Anteile stammenvon langjährigen Kunden  aus der Region.

LEISTUNGSFÄHIGER PRODUKTIONSVERBUND

Um die hohen Anforderungen in der Produktion zu erfüllen, setzt Kubasch auf leistungsfähige Partnerschaften mit den Maschinenherstellern Biesse und Weinig, dem Softwareanbieter Klaes und Top-Lieferanten wie Schollglas (Glas), Schiller und Roggemann (zertifiziertes Holz) sowie Meesenburg (Beschläge). Ein zentraler Baustein dieses Verbunds ist auch die exklusive Partnerschaft mit Leitz, die bereits seit 25 Jahren besteht. „Bei Investitionen in neue Maschinen spielt die Wahl der passenden Werkzeugtechnologie eine entscheidende Rolle“, betont Christian Kubasch. Die Anfänge der Partnerschaft reichen bis ins Jahr 2000 zurück, als moderne  Fertigungsstrecken Einzug in die Werkshallendes Fachbetriebs hielten. Und auch als Kubasch im Jahr 2015 in eine Weinig Conturex 226 investierte, war Leitz zur Stelle und erhielt den Zuschlag – „nicht zuletzt aufgrund unserer hohen Beratungskompetenz und der verlässlichen Betreuung“, wie Wolfgang Ernst, Technischer Verkäufer bei dem Oberkochener Unternehmen, bekräftigt. Seit dem Jahr 2023 ergänzt das CNC-Bearbeitungszentrum Biesse Rover B den modernen Maschinenpark in Mirow – und läuft dank der Power-Werkzeuge von Leitz zu Höchstleistungen auf.

MEHRERE HUNDERT PREMIUM-WERKZEUGE IM EINSATZ

Mittlerweile hat Kubasch mehrere Hundert Premium-Werkzeuge von Leitz im Einsatz, darunter das Messerkopfsystem Profilcut Q Premium mit Schnittgeschwindigkeiten von bis zu 120 Meter pro Sekunde sowie die Bohrwerkzeuge mit Marathon-Beschichtung, die für verlängerte Standwege und gleichbleibend hohe Schnittergebnisse sorgt.

Beim Fräsen wiederum garantiert die Riptec Vorzerspanung optimale Oberflächen: Hier sorgen vom Riffelprofil erzeugte kleine Leimtaschen für erhöhte Fugendichtigkeit und Stabilität bei der Herstellung von Rahmeneckverbindungen. Gleichzeitig sinkt die Ausschussquote, während Vorschubgeschwindigkeiten und Anlagenproduktivität steigen. Weitere Qualitätsbausteine sind die Integral-Technologie, bei der Vorzerspanung und Finish-Schneide in einem Werkzeug kombiniert werden, sowie der Whispercut-Messerkopf, der die Lärmbelastung beim Fügen und Fälzen deutlich reduziert.

VERLÄSSLICHKEIT AUCH IM SERVICE

Und was zeichnet die langjährige Kooperation aus? „Unsere Partnerschaft mit Leitz basiert auf Vertrauen, Verlässlichkeit und einem tiefen Verständnis für unsere Prozesse“, unterstreicht Christian Kubasch. Qualität, Geschwindigkeit und Zuverlässigkeit seien dabei entscheidende Faktoren. Auch die Vertriebsmitarbeiter von Leitz wissen die Zusammenarbeit zu schätzen. „Bei Kubasch ziehen alle an einem Strang. Uns verbindet ein freundschaftliches und faires Miteinander“, sind sich Wolfgang Ernst und Oliver Lange, Leitz-Gebietsvertreter in Mecklenburg-Vorpommern, einig. Ein Beispiel für die Serviceorientierung: Während der Corona-Pandemie fiel bei dem Mirower Fensterbauer ein Werkzeug aus, und es musste schnell Ersatz her, um einen Maschinenausfall zu verhindern. So machte sich Oliver Lange persönlich auf den Weg ins rund 800 Kilometer entfernte Werk von Leitz im österreichischen Riedau. Nach der Instandsetzung brachte er das Werkzeug innerhalb von 48 Stunden zurück nach Mirow. „Solche Situationen zeigen: Echte Partnerschaften sind das A und O“, freut sich Christian Kubasch.

AMBITIONIERTE WACHSTUMSPLÄNE

Im Jahr 2025 erwirtschaftete Kubasch rund zwölf Millionen Euro Umsatz. Für das laufende Geschäftsjahr plant das Unternehmen weiteres Wachstum – unter anderem durch den gezielten Ausbau der Zusammenarbeit mit Architekten. Ende 2025 hat Kubasch erstmals einen Architektentag veranstaltet. Die Schulungen sind von der Architektenkammer als Fortbildung zertifiziert. „Die Resonanz war sehr positiv “, sagt Christian Kubasch. Weitere Termine, zum Beispiel zur fachgerechten Fenster- und Türenmontage in Zusammenarbeit mit Partnern wie Meesenburg, folgen im Laufe dieses Jahres. „Wir möchten Maßstäbe im Holzfensterbau setzen“, beschreibt er seine Vision. Und auch auf der Produktionsseite setzt der Firmenchef auf nachhaltiges Wachstum. Konkrete Investitionsentscheidungen stehen noch aus, doch eines ist klar: Sollte der Fachbetrieb erneut in neue Anlagen investieren, wird Leitz auch künftig als exklusiver Werkzeugpartner an Bord sein – als integraler Bestandteil des Produktionskonzepts, das auf Effizienz, Qualität und Partnerschaft auf Augenhöhe ausgerichtet ist.

 

"Wir haben mittlerweile mehrere Hundert Werkzeuge von Leitz im Einsatz. Die Partnerschaft ist von Verlässlichkeit und Vertrauen geprägt.“
Christian Kubasch, Kubasch

"Wir arbeiten seit rund 25 Jahren intensiv zusammen. Uns verbindet ein freundschaftliches und faires Miteinander.“
Wolfgang Ernst, Leitz