Mit einem feierlichen Festakt in der Konzernzentrale in Oberkochen feierte Leitz sein 150-jähriges Bestehen. Rund 200 Gäste aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft nahmen an der Jubiläumsveranstaltung teil, darunter Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut als Vertreterin der Landesregierung sowie Landrat Dr. Joachim Bläse und Bürgermeister Marcel Winter als Vertreter der Region. Im Mittelpunkt standen Stolz und Dankbarkeit für das Erreichte, aber auch die Verantwortung für die Zukunft. So würdigte das Familienunternehmen fünf Generationen Unternehmensgeschichte und richtete zugleich den Blick darauf, was verantwortungsvolles Unternehmertum über Generationen hinweg ausmacht.
Bereits vor dem Festakt hatten die Gäste Gelegenheit, das Unternehmen bei einem Rundgang näher kennenzulernen, der sie unter anderem durch das neu gestaltete Präsentationszentrum führte. Mit der Begrüßung der Gäste eröffnete Jürgen Köppel, Sprecher der Geschäftsführung der Leitz GmbH & Co. KG, den Festakt. Gleichzeitig überreichte er Dr. Cornelia Brucklacher symbolisch das Geburtstagsgeschenk zum 150-jährigen Jubiläum, das neue FineCut Kreissägeblatt. Die Gesellschafterin hatte sich stellvertretend für das Unternehmen zum Jubiläum ein „Wow-Produkt“ gewünscht, das die Innovationskraft und technologische Stärke von Leitz sichtbar macht. Mit der FineCut entstand ein neu entwickeltes Kreissägeblatt, das einen neuen Benchmark setzt und seine außergewöhnliche Leistungsfähigkeit insbesondere dort zeigt, wo bisherige Verfahren an ihre Grenzen stoßen.
Ein Erbe, das verpflichtet und Zukunft ermöglicht
Anschließend sprach Dr. Cornelia Brucklacher, Gesellschafterin in fünfter Generation und Beiratsvorsitzende. Sie dankte den vier Unternehmergenerationen vor ihr, die Leitz in ihrer jeweiligen Zeit erfolgreich geführt und weiterentwickelt haben. Ihr Dank galt ebenso den Generationen von Mitarbeitenden, die mit Engagement, Kompetenz und Leidenschaft die 150-jährige Geschichte von Leitz mitgeschrieben haben.
Tradition, Innovation, Zukunft
Unter dem Leitgedanken Tradition, Innovation und Zukunft spannte Dr. Cornelia Brucklacher den Bogen von den Anfängen des Unternehmens bis in die Gegenwart und richtete zugleich den Blick nach vorn. Dabei betonte sie die Bedeutung der Wurzeln für die weitere Entwicklung des Familienunternehmens: „Zukunft braucht Herkunft. Wer nicht weiß, woher er kommt, kann nur schwer entscheiden, wohin er gehen will. Die Erfahrungen, Werte und Überzeugungen der Generationen vor mir sind deshalb mehr als ein Blick zurück. Sie geben mir Orientierung für unseren Weg in die Zukunft.“
Dr. Cornelia Brucklacher verantwortet die Strategie des Unternehmens. Ihre Schwerpunkte nannte sie in ihrer Ansprache: „Zu meinen zentralen Aufgaben gehört die aktive Gestaltung der digitalen Transformation von Leitz. Digitalisierung bedeutet für uns weit mehr als den Einsatz neuer Technologien. Sie wird weiter verändern, wie wir künftig Werkzeuge entwickeln, produzieren und weltweit Service leisten.“
Von Oberkochen in die Welt
Auch die internationale Entwicklung des Unternehmens griff Dr. Cornelia Brucklacher in ihrer Ansprache auf. Ausgehend von Oberkochen entwickelte sich Leitz über Generationen hinweg weiter, erschloss neue Märkte und baute seine Präsenz kontinuierlich aus.
Wie eng die Verbundenheit mit Oberkochen und die internationale Ausrichtung bis heute zusammengehören, zeigte sich auch beim Festakt. Unter den Gästen waren die Geschäftsführer der weltweiten Leitz Gesellschaften sowie weitere Wegbegleiter aus verschiedenen Ländern. Sie waren nach Oberkochen gekommen, um das 150-jährige Jubiläum gemeinsam an dem Ort zu feiern, an dem die Geschichte des Unternehmens ihren Anfang nahm.
So wurde die Dimension dieser Entwicklung sichtbar: Heute hat Leitz in 38 Ländern eigene Tochtergesellschaften und ist über Kontinentalgrenzen hinweg präsent. Aus starken Wurzeln ist eine internationale Unternehmensgruppe gewachsen, deren Gesellschaften eine gemeinsame Geschichte, gemeinsame Werte und einen gemeinsamen Anspruch verbinden.
Familienunternehmen als Antrieb der Wirtschaft
Den Festvortrag hielt Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut, Ministerin für Wirtschaft, Handwerk und Tourismus des Landes Baden-Württemberg. Unter dem Titel „Familienunternehmen – der Antrieb der deutschen Wirtschaft“ würdigte sie Leitz als Beispiel für die Stärke familiengeführter Unternehmen:
„Jede Generation hat Leitz unter neuen Bedingungen erfolgreich weitergeführt. Sie haben investiert, sind Risiken eingegangen, haben sich auf neue Technologien eingelassen und neue Märkte erschlossen. Und jede dieser Generationen hat im Grunde dieselbe Frage beantwortet: Wie führen wir unser Familienunternehmen erfolgreich in die nächste Generation?“ Das erste Exemplar der Festschrift „150 Jahre Leitz – Tradition, Innovation, Zukunft“ überreichte Dr. Cornelia Brucklacher zum Dank an die Ministerin.
Stimmen zur Zukunft des Familienunternehmertums
Im Anschluss diskutierten Prof. Dr. Nicola Leibinger-Kammüller, Vorsitzende des Vorstands der TRUMPF SE + Co. KG, Prof. Dr. Michael Kaschke, Mitglied der Robert Bosch Industrietreuhand KG und ehemaliger Vorstandsvorsitzender der Carl Zeiss AG, sowie Bertram Kawlath, Präsident des VDMA und geschäftsführender Gesellschafter der Schubert & Salzer GmbH. Moderiert wurde die Podiumsdiskussion durch den Verleger Dr. Florian Langenscheidt.
Es ging um zentrale Fragen: Wie gelingt eine verantwortungsvolle Unternehmensnachfolge? Welche Rolle übernimmt die Eigentümerfamilie? Und wie können Unternehmen ihre Identität bewahren und zugleich notwendige Veränderungen vorantreiben? Bei unterschiedlichen Akzenten im Einzelnen herrschte großes Einvernehmen: Familienunternehmen haben eine starke Zukunft. Entscheidend sei nicht allein, wer ein Unternehmen führt, sondern ob die beste Lösung für das Unternehmen und für die mit ihm verbundenen Menschen gefunden werde.
Tradition, Innovation, Zukunft – musikalisch interpretiert
Musikalisch begleitet wurde der Festakt vom Duo „BOLZ&KNECHT“ mit Saxophon und Gitarre. Dabei griffen die Musiker den Leitgedanken der Festschrift auf: Tradition, Innovation und Zukunft. Jedem dieser Aspekte widmeten sie ein eigenes Stück und verliehen ihnen so auch musikalisch Ausdruck.
Ein festlicher Abend im Ölweihersaal
Dem Festakt folgten ein Empfang und ein festliches Abendessen im Ölweihersaal bei Leitz. Zwischen den Gängen richteten der Landrat des Ostalbkreises, Dr. Joachim Bläse, und VDMA-Präsident Bertram Kawlath Grußworte an die Gäste. Für die beiden Schwesterkonzerne, die gemeinsam mit Leitz die Brucklacher Group bilden, sprachen Johann Werl (Boehlerit) und Michael Voss (Bilz). Ein eindrucksvolles Zeichen für die internationale Verbundenheit von Leitz setzte der Fahneneinzug: Die Geschäftsführer aus den 38 Ländern, in denen Leitz mit eigenen Tochtergesellschaften vertreten ist, trugen die Fahnen ihrer Länder in den Saal. Im Anschluss überbrachte Vitor Ledur, Geschäftsführer der brasilianischen Tochtergesellschaft, die Grüße aller Leitz Tochtergesellschaften und der Mitarbeitenden rund um den Globus.
150 Jahre als Fundament für die Zukunft
Der Festakt machte deutlich, dass das Jubiläum für Leitz mehr ist als ein Blick auf das Erreichte. Was das Unternehmen in 150 Jahren getragen hat, wird auch für die kommenden Jahrzehnte gelten. Dr. Cornelia Brucklacher hatte es in ihrer Ansprache so formuliert: „Unser Anspruch bleibt derselbe wie vor 150 Jahren: Veränderungen nicht nur zu begleiten, sondern sie verantwortungsvoll zu gestalten.“
Die Geschichte von Leitz, die 1876 in Oberkochen begann, wird damit auch künftig mit den gleichen Werten verantwortungsvoll weitergeschrieben.




